Samstag, 28. Mai 2016

Von Menschen und Göttern

Es gab einen Vorschlag für einen christlichen Film, den ich gerne aufnehme. Es handelt sich um den Film: "Von Menschen und Göttern"
Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahre 1996.  In Algerien gibt es vor allem Muslime, auch radikale Muslime. Diese wollen mit Gewalt alle dazu zwingen, den fundamentalistischen Islam anzunehmen. Wer nicht mitmacht wird - um es sanft auszudrücken -  bestraft. In den Nachrichten konnte man damals von der zunehmenden Gewalt erfahren.

Im Film wird das Nebeneinander der Trappistenmönche mit der Bevölkerung gezeigt. Dabei sind die Mönche auch für die Bevölkerung da. Es wird keine Ausnahme gemacht, ob es sich um Muslime oder Christen handelt. Die Mönche sind in das Leben integriert. Gleichzeitig ist zu sehen, wie die Trappisten im Kloster, in ihrer Gemeinschaft leben, dies sind die ruhigen Szenen.
Es ist zu merken, wie die Gewalt im Lande zunimmt, ausgehend von den fundamentalistischen Muslimen, die einen Gottesstaat wollen. Sie schrecken nicht davor zurück, auch Gewalt anzuwenden. So werden kroatische Gastarbeiter getötet, weil sie Christen sind.
Den Mönchen wird in dieser Situation vom Gouverneur angeboten, dass sie sich unter den Schutz des Militärs stellen. Der Obere Christian lehnt ab. Es kommt zu einer Diskussion in der Gemeinschaft, in der sich die Brüder auch fragen müssen, ob und warum sie bleiben. Diese Entscheidung wird aus dem Glauben heraus, aus dem Vertrauen auf Gott getroffen. Zu sehen ist aber auch, dass es für die einzelnen Mitglieder ein Kampf ist, ob sie wirklich bleiben sollen, ob sie zum Martyrium bereit sind. Dies geschieht in Auseinandersetzung mit sich selbst, mit der Mönchsgemeinschaft und dem Umfeld. Jeder muss dabei seinen eigenen Weg finden, seinem Gewissen folgen.
Und sie setzen sich auch mit den radikalen Muslimen auseinander, haben (anscheinend) keine Angst vor diesen.
Der Film endet damit, dass fast alle Mönche entführt werden. Zwei können sich verstecken und so ihr Leben retten.  Bis heute ist unklar, ob es sich wirklich um  Terroristen handelte, die die Mönche entführten und töteten, oder ob nicht doch der Staat und die Armee mit dahinterstecken. Dazu gibt es genug Quellen im Internet.

Es ist ein eher stiller Film, der dazu anregt, sich mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen, sich zu fragen, wie weit ich selbst bereit wäre zu gehen.



Was mir besonders gefällt: Es wird - fast so nebenbei gezeigt, warum die Mönche in ein Kloster eingetreten sind, zumindest bei einem sehr alten Bruder wird es gezeigt: Er hat in Gott seine größere Liebe gefunden. Zu sehen ist dies auch in einem Trailer: 





Es gibt auch eine Szene mit dem Weihnachtsfest. Der Oberer der Gemeinschaft erklärt dies dieses Fest den radikalen Muslimen. Zwei Punkte zeigen, dass nicht allen bewusst, ist, was Muslime kennen und wirklich der Höhepunkt des Christentums ist. Hier ein Ausschnitt dazu: 


Weihnachten ist für Christen nicht der Höhepunkt des Jahres, auch wenn es zu den höchsten Festen gehört. Das höchste Feste der Christen ist Ostern.
Weiter sagt hier der Terrorist, dass er nicht wusste, dass Jesus als Friedensfürst gefeiert wird. Vielleicht stimmt diese Aussage so. Aber was nicht stimmen kann: Dass der Terrorist keine Ahnung von Jesus hat, keine Ahnung, wann Weihnachten gefeiert wird. Für Muslime ist Jesus ein Prophet und es gibt Muslime, die Weihnachten feiern, wenn auch nicht alle.


Der ganze Film kann hier gesehen werden.

Die damaligen Mönche des Klosters, die ihr Leben hingegeben haben, kann man  auf diesem Foto sehen.

1 Kommentar:

  1. Ein kleiner Nachtrag von mir: Pater Maximilian Heim hat auf Radio Horeb zu diesem Film einen Vortrag gehalten. Hier der Link:
    https://www.horeb.org/xyz/podcast/spiri/2011-01-16_sp.mp3

    AntwortenLöschen