Sonntag, 13. August 2017

Gott ist nicht tot 2


Ein Lied zu Beginn (es lohnt sich, die Übersetzung zu lesen), dazu verschiedene Szenen eines Morgens, verschiedene Personen, die alle wichtig sind. Zum Schluss gibt es nochmals ein Lied, bei dem es sich lohnt, den Text zu lesen.

Der Film spielt in der Stadt, in der auch „Gott ist nicht tot 1“ spielt. Daher gibt es einige Personen, die schon bekannt sind: Die beiden Priester, der chinesische Student, die Bloggerin, die Bandmitglieder.  – Und wieder sind diese Personen nicht einfach nur bloße Beigabe.

Richtig fängt die Geschichte an, als das Lied nicht mehr zu hören ist. Brooke ist Studentin, wohnt bei ihren Eltern. In einem Zimmer stehen nur Umzugskartons. –  Es ist das Zimmer des verstorbenen Bruders/ Sohnes
Dann ist da auch noch Grace, die Lehrerin an der High-School ist, an der Brooke studiert.
Brooke und Grace kommen ins Gespräch, da Brooke noch nicht über den Tod ihres Bruders hinweggekommen ist. Aber Brooke ist noch auf der Suche nach dem Sinn. Grace spricht mit ihrem Großvater darüber, der meint: „Das ist die Sache mit dem Atheismus. Er kann den Schmerz nicht lindern und nimmt dafür die Hoffnungen.“ Und später fügt er hinzu: „Leider scheinen die Leute heute zu vergessen, dass das wichtigste menschliche Recht darin besteht, Jesus zu erkennen.“
 Brooke erfährt durch Zufall, dass ihr Bruder Christ war: Als dessen Sachen abgeholt werden, bringt eine Mitarbeiterin eine Bibel aus den Umzugskartons zurück und Brooke fängt an, darin zu lesen.
 Als in der High-School  dann die Sprache auf Gandhi, Martin Luther-King und die damit verbundenen Gewaltfreiheit kommt, fragt Brooke, ob dies nicht genau das ist, was Jesus sagt. Grace geht darauf ein, zitiert sogar aus der Bibel. – Damit beginnt der Fall, der später vor Gericht landet, denn wie in den meisten Ländern gibt es in den USA die Trennung von Kirche und Staat.
 Grace bekommt einen Pflichtverteidiger, der ihr klar macht, dass sie mit ihrem öffentlichen Bekenntnis viele nervös macht, auch niemand den Fall haben möchte. Zudem gibt er zu, nicht gläubig zu sein. Und er soll sie jetzt juristisch vertreten.
 Einen Vergleich, bei dem Grace vorgeschlagen wird, in Zukunft nicht mehr zu ihrem Glauben zu stehen schlägt sie aus. Die Schule ist sicher, dass Grace bei der Verhandlung, zu der es nun kommt, auf alle Fälle verlieren wird. Der Anwalt der Gegner (dies sind ausgerechnet die Eltern von Brooke)  sagt sogar: „Wir werden ein für alle Mal beweisen, dass Gott tot ist.“ So ist es kein Wunder, dass es in der Verhandlung später ziemlich heftig zugeht, allein schon durch die Worte. Es gibt aber auch Fragen, bei denen man schmunzeln muss, die dem Film Humor verleihen.
 Dass Grace mit ihrem Verhalten unerwünscht ist, wird ihr deutlich gezeigt. Sie versteht es nicht. Ihr Anwalt macht deutlich wie sie gesehen wird, Grace Verhalten ist für die anderen „wie Polio oder die Pest.“
Während der Gerichtsverhandlung wird auch in den Nachrichten darüber berichtet. Es erinnert mich ein wenig an Deutschland, wenn jemand treu zum Glauben an Christus und zur Bibel steht: Man wird als Fundamentalist bezeichnet, sogar beschimpft.
Aufgrund eines Zusammenbruchs fällt dann im Gerichtssaal ausgerechnet derjenige der zwölf Geschworenen aus, der auf alle Fälle für Grace ist, und wie es aussieht auch der einzige.
Die letzte Befragung vor der Entscheidung, ob Grace verurteilt wird oder nicht, ist ziemlich hart.  Wahrscheinlich denkt dabei jeder beim Zusehen, dass hier das Urteil schon feststeht.

Beeindruckend auch die Befragung zur Existenz Jesu, Ihn beweisen zu können.

Was hier in dem Film gezeigt wird, ist gar nicht so abwegig. Ich erinnere mich daran, dass vor ungefähr 20 Jahren ein Ehepaar es gerichtlich verbieten lassen wollte, dass in den Klassenräumen Kreuze hängen. – Dies hängen bis heute in den bayerischen Klassenzimmern der staatlichen Schulen.
Weiter ist mir die Situation in Frankreich eingefallen: Da ist es sogar Ordensleuten verboten, ihr Habit zu tragen, wenn sie für den Staat arbeiten. Es darf auch mit keinem Symbol gezeigt werden, dass man gläubig ist.



Eine kleine Nebengeschichte in dem Film ist die Aufforderung, dass die Priester Predigten abgeben sollen. Wer den Abspann abwartet, der sieht, dass anschließend dazu noch etwas kommt. – Ich gehe daher davon aus, dass irgendwann der  Film „Gott ist nicht tot 3“ zu sehen sein wird und genauso empfehlenswert ist, vor allem auch schon hier in Deutschland einen geschichtlichen Hintergrund hätte.



 Der Film kann als  DVD oder Blu-ray bestellt für 15,--€ bestellt werden
Er ist frei ab 12 Jahren.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen